Im Dschungel von Pandora - Autor: Ralf Martin (2026)

Pandora

Das Original

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2009 erschien der erste Teil von Avatar, „Aufbruch nach Pandora“. Nach langer Pause erschien dann 2022 mit „The way of Water“ Teil 2 und 2025 Teil 3 „Fire and Ashes“, beide waren zusammen gedreht worden. Teil 4 soll 2029 kommen, ist aber noch nicht sicher. Wenn Teil 4 kommt, wird es auch Teil 5 geben, denn beide werden wieder zusammen gedreht.

Wir befinden uns aktuell im Jahr 2154 im Sternensystem von Alpha-Centauri auf Pandora, einem Mond des Gasgiganten Polyphemus. Alpha Centauri ist ein Dreifachsternsystem und das uns am nächsten gelegene Sternensystem. Es ist nur von der Südhalbkugel der Erde aus sichtbar. Die zwei Hauptsterne A und B sind durch ihre Schwerkraft eng miteinander verbunden. Sie umkreisen sich nicht gegenseitig, sondern zirkulieren auf elliptischen Bahnen um einen gemeinsamen Massenschwerpunkt. A und B ähneln unserer Sonne, sind aber von ihrer Distanz nicht weiter voneinander entfernt als die Planeten in unserem Sonnensystem. Alpha Centauri B kommt A so nahe, wie der Saturn der Sonne. Ob sie von Planeten umkreist werden, ist nicht bekannt. Alpha Centauri A als größter Stern ist dabei von drei Gasriesen und drei Felsplaneten umgeben. Einer der drei Gasriesen ist Polyphemus, der mit Saturn in unserem Sonnensystem vergleichbar ist, aber keine Ringe hat. Er zieht seine Bahn in einem Abstand um A, wie die Erde von der Sonne. Polyphemus hat 14 Monde, der fünfte davon ist Pandora. Dazu kommt aber noch B, der etwa 200 mal heller als unser Mond als Stern am Himmel leuchtet, wenn er am weitesten entfernt ist und etwa 2000 mal heller scheint, wenn er seine kürzeste Distanz erreicht. Er ist mit bloßem Auge als Scheibe erkennbar. Dazu gesellt sich noch der dritte C Stern „Proxima“, ein so genannter roter Zwerg, der das Zweierpaar in riesiger Umlaufbahn umkreist. Dabei kommt er unserem Sonnensystem am nächsten von allen Himmelskörpern außerhalb unseres Sonnensystems, ist also ganz real der „Nächste“, was sein Name auch besagt. Von C ist bekannt, dass er mindestens 3 Planeten hat, die also unsere nächsten „Exoplaneten“ darstellen. Viel mehr ist nicht über dieses Sonnensystem bekannt. Für Avatar wurde darauf aufbauend ein komplettes Szenario entwickelt, dass Sinn machen könnte. Alle Sterne A, B und C besitzen dabei eigene Planeten.

Die zentrale Gruppe besteht aus Colonel
Miles Quaritch mit seiner Verbündeten Varang vom Clan der Mangkwan.
Ihnen gegenüber steht Jake Sully und ein
Na'vi reitet auf einem "Direhorse" herbei.
Neytiri nähert sich wutschnaubend der Szene,
gefolgt von Spider.

Die Menschen waren etwa 15 Jahre zuvor von den Na'vi unter Führung Jake Sullys von Pandora vertrieben worden, versuchten nun aber mit verstärkten Anstrengungen, Pandora zu kolonisieren, da die Lebensumstände auf der Erde sich so stark verschlechtert hatten, dass nur eine Besiedlung von Pandora das Überleben der Menschheit noch sichern kann.

Pandora ist eine gefährliche, vulkanische Welt. Die Atmosphäre ist voller Gase und Asche. Sie enthält zwar auch Sauerstoff, aber sehr viel mehr Kohlendioxid (19%), Xenon und Schwefelwasserstoff als die irdische Atmosphäre. Sie ist für Menschen giftig, deshalb sind so genannte Exopacks erforderlich, um die Luft zu filtern. Gefährlich ist auch der Magnetismus auf Pandora, der die irdische Technik immer wieder herausfordert. Es gibt dort das Material Unobtanium, das die Menschen zu gewinnen versuchen, denn es erreicht Supraleitfähigkeit bei Raumtemperatur und ist damit auf der Erde hochbegehrt. Dieser Begriff ist eigentlich ein technisch-wissenschaftlicher Spaßbegriff für eine Sache, die man benötigt, um etwas, das theoretisch möglich ist, tatsächlich zu realisieren, wenn es das denn wirklich gäbe… Magnetfelder können auf solche supraleitenden Materialien Druck-Kräfte ausüben, die diese dann anheben oder schweben lassen, wie es bei den spektakulären Hallluja-Bergen auf Pandora der Fall ist. Die Schwerkraft auf Pandora beträgt ca.80% der auf der Erde, der Durchmesser liegt bei ca. 75% der Erde und die Masse bei der Hälfte. Damit ist Pandore größer als der Mars. Die Luft auf Pandora ist ca. 20% dicker als auf der Erde. Das begründet etwas, warum die menschenähnlichen Einwohner Pandoras erheblich größer und stärker als Menschen geworden sind.

Ein junger Thanator fühlt sich
durch die Na'vi gestört.
Kiri und eine Na'vi. Sie ist etwas besser ausgestattet als die
in den Filmen gezeigten Na'vi Frauen.
Spider zeigt als 25 mm Figur
die Größe der Menschen an.

Die Bewohner Pandoras

Na`vi sind ca. 3m groß und schlank. Sein nächster Verwandter, der Prolemuri, ist nur halb so groß. Die geringere Schwerkraft und die dicker Luft machen das Fliegen auf Pandora leichter. Die Na'vi in James Camerons "Avatar" werden im Durchschnitt etwa 3 Meter (ca. 10 Fuß) groß dargestellt, wobei die Körpergröße je nach Geschlecht und Region leicht variiert. Männliche Na'vi sind oft etwas größer, während weibliche Na'vi etwas kleiner sind. Die Körpergröße kann in Einzelfällen bis zu 3,9 Meter betragen.

In den Filmen wurden die Größenverhältnisse teilweise leicht angepasst dargestellt bzw. variieren auch stärker. Im ersten Film wurden die Na’vi im Durchschnitt etwas größer dargestellt, als in den nachfolgenden Teilen. Das stellt einen bei der Realisierung eines Modells im Maßstab 1:72 vor ein paar zu treffende Entscheidungen.

Die Avatare, die von Menschen gesteuert werden, haben im Gegensatz zu den eingeborenen Na'vi fünf Finger und Zehen.&xnbsp;Einer der größte bekannte Avatare ist der von Quaritch, der ursprünglich etwa 3,25m und am Ende noch 2,9m groß dargestellt wird. Er sollte im Modell also zwischen 41 und 45 mm groß sein. Da eine Größe von 3m etwa 42 mm in 1/72 sind, habe ich mich beim Drucken der Figuren ungefähr daran orientiert und die meist viel größeren Vorlagen auf etwa diese Verhältnisse herunterskaliert, ohne das aber zu eng zu sehen. Einzig Spider mit seiner ca. 1,8 m Körpergröße kann einen echten Vergleich bilden, denn er ist damit in 1:72 eine klassische 25mm Figur.

Das "Direhorse" (Schreckenspferd) ist etwa 4 m groß (Kopfhöhe) und entspricht somit in etwa unseren asiatischen Elefanten. Der Thanator ist das Spitzenraubtier auf Pandora, er ist etwa 2,5m Lang, aber als Neytiri am Ende von Teil 1 auf einem zum Angriff auf Colonel Quaritch reitet, erscheint er um einiges größer.

Das Modell

So richtig in Gang kam das Merchandising für Avatar bisher (bis Teil 3) irgendwie noch nicht. 2025 kam bereits der dritte Teil „Fire and Ash“, aber immer noch bis auf ein paar Spielzeugfiguren so gut wie nichts. Keine Modelle in vernünftigen Maßstäben, wenig 3D druckbares.

In meiner Verzweiflung kaufte ich anfänglich die Überraschungspackungen bei Kaufland, in denen sich verschiedene Tiere, Figuren und Pflanzen befanden, aber eine Rückrechnung der 60 bis 65 mm großen Figuren ergab einen Maßstab von ca. 1:43. 2 Dateien zum 3D Druck mit Figuren von Varang in 1/10 und Neytiri in 1/6 und 1/9 konnte ich zuerst finden, beides schöne Figuren, aber alles nur in Einzelteilen zur Erstellung größerer Figuren gedacht und daher schlecht für kleinere Maßstäbe geeignet. Aber einen Versuch war es wert.

Dann fand ich noch zwei verschiedenen Ausgaben von Jake Sully sowie eine weitere mehr sexy orientierte von Neytiri. Dazu kam noch eine schöne Figur von Kiri. Mit der Figur eines der gefährlichsten Raubtiere, einem Thanator, war nun schon eine kleine Sammlung vorhanden, bei der das Nachdenken über ein Diorama anfangen kann.

Inzwischen erweiterte sich aber das Angebot und auch ein Direhorse und andere Ausgaben von Figuen in neuen Posen für Neytiri und Varrang sorgen für mehr Abwechslung als weitere Na'vi. Auch einen Recomb-Avatar von Quaritch fand ich und eine Datei für Spider. Zwar alles für Großfiguren gedacht, aber am Ende auf 1/72 skalierbar, wenn auch schwierig zu drucken und zusammenzukleben aus den vielen Kleinteilen.

Mein erstes Diorama zum Thema Avatar und Pandora stellt einen kleinen Ausschnitt aus der Dschungelwelt Pandoras dar. Der Zeitraum ist im Jahre 2154 angesiedelt, als die zweite Expansionswelle von der Erde zur Kolonisierung von Pandora anstalten machte, mit der Recomb Spezialtruppe der RDA unter Führung von Colonel Quaritch ihren Hauptgegner Jake Sully auszuschalten. Dabei kam es zu verschiedenen Treffen und Verhandlungen im Dschungel, zu sehen sind also Quarich und seine Verbündete Varang, die auf Jake und Neytiri treffen. Weitere Na’vi und Spider sind auch zugegen, ebenso Kiri.

Für die Begrenzunswände an den zwei Seiten druckte ich Bilder von Pandora aus.

Die Dschungelpflanzen sind Kunststoff-Dekopflanzen von verschiedenen Pflanzenmatten, die ich etwas zerpflückt und nachbehandelt habe und ein paar sind auch aus den Figuren Sets 3D gedruckt.

Dazu habe ich einen kleinen Bachlauf mit flüssigem, klaren Resin angelegt, durch den das Direhorse kommt. Die Baumstämme sind ganz normale Äste.


Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert.
Ingelore Ebberfeld